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Vergleich · 4 Min. Lesezeit

Argon2id vs PBKDF2 — Vergleich auf einen Blick

Seite an Seite: Geschwindigkeit, Speicherkosten, Angriffswiderstand, Bibliotheksunterstützung und welches du für neuen Code wählen solltest.

Beide sind Schlüsselableitungsfunktionen (KDFs). Beide wandeln eine Passphrase in einen Verschlüsselungsschlüssel um. Der Unterschied liegt darin, wo sie das Budget des Angreifers verbrauchen.

Seite an Seite

  • Jahr der Standardisierung: PBKDF2 — 2000. Argon2id — 2015, RFC 9106 im Jahr 2021.
  • Kostendimension: PBKDF2 — nur CPU-Zeit. Argon2id — CPU-Zeit und RAM (speicherintensiv).
  • GPU/ASIC-Beschleunigung vs. CPU: PBKDF2 — 100×–1000×. Argon2id — nahe 1×.
  • Standardbibliotheksunterstützung: PBKDF2 — universell. Argon2id — verbreitet, aber nicht universell.
  • OpenPGP-Standard: PBKDF2 — ja (S2K). Argon2id — ja, seit RFC 9580 im Jahr 2024.
  • Empfohlene Verwendung: PBKDF2 — Legacy. Argon2id — alles Neue.

Beide bei Standardeinstellungen

PBKDF2-HMAC-SHA256 mit 600.000 Iterationen: ~250 ms auf CPU; ~500 ns pro Versuch auf GPU.

Argon2id mit m=65536 KiB, t=3, p=1: ~250 ms auf CPU; ~10 ms pro Versuch auf GPU.

Gleiche Kosten für den Verteidiger. 5.000.000× höhere Angreiferkosten. Das ist der einzige Grund zum Wechseln.

Wann PBKDF2 trotzdem behalten

  • Beim Lesen von Legacy-Chiffretext, der mit PBKDF2 verschlüsselt wurde.
  • Für Umgebungen ohne WASM.
  • Bestehende FIPS-140-3-Deployments, in denen Argon2id noch nicht zertifiziert ist.

Für alles andere gewinnt Argon2id. Diese App verwendet Argon2id standardmäßig.